Peter Studer äussert sich im Tages Anzeiger zur Debatte "Was für eine SRG braucht die Schweiz". Er rügt dabei Andreas Blum, der die SRG vor zwei Monaten angegriffen hatte ("persoenlich.com" berichtete). Das Modell, welches Blum vorschlage -- gebührenfinanzierte SRG und werbefinanzierte Privatkonkurrenz -- funktioniere zwar auf den Britischen Inseln. Dort wohnten aber 60 Millionen Gebührenzahler, die alle dieselbe Sprache sprächen. Das Modell sei nicht 1:1 auf die Schweiz übertragbar.
Der Informationsauftrag der SRG sei nicht gefährdet, so Studer weiter. Das Fernsehen liefere solide tagesaktuelle Sendungen "mit einem klug bemessenen Anteil Infotainment". Die Kritik bringt Studer bei den Unterhaltungssendungen ein. Doch auch hier seien Formate wie "Einfach -- luxuriös" oder "Genial daneben" zu loben. Blums Befürchtungen teilt Studer in Bezug auf den Kulturauftrag. Die Kultursendungen würden immer weiter in die Nacht verschoben. Doch er als Kulturinteressierter Frühaufsteher, habe sich darum von diesen Sendungen verabschieden müssen.