Die Weltwoche hat 2005 massiv Inserate verloren, wie der Tages-Anzeiger schreibt. Verglichen mit dem Vorjahr hat die Weltwoche 210 Anzeigenseiten weniger verkauft. Dies entspricht einem Minus von fast einem Viertel. Der Tages-Anzeiger schätzt den Rückgang auf etwas 2.1 Millionen Franken. "Das kommt ungefähr hin", bestätigt Jean-Frey-Geschäftsführer Filippo Leutenegger die Zahl gegenüber dem Tages-Anzeiger. Der Betrag entspricht knapp einem Zehntel des Gesamutumsatzes und einem Fünftel des Redaktionsbudgets.
Zum Vergleich: Facts hat auch 2.4 Prozent weniger Anzeigen verzeichnet -- das Magazin aus dem Tamedia-Verlag hat fast ein Viertel mehr Inserate verkauft. Michael Hermann, Anzeigenleiter Weltwoche, sieht die Gründe für den Schwund bei der Reichweite. Bei rückläufigen Werbeausgaben würden Kunden Publikationen mit grosser Reichweite den Qualitätstiteln vorziehen, so Hermann gegenüber dem Tages-Anzeiger.
Leutenegger sieht die Gründe für den Rückgang bei den internen Wechsel. Der Chefredaktorenwechsel von Simon Heusser zu Jürg Wildberger habe für Unsicherheit gesorgt. Zudem wurde die Zusammenlegung des Anzeigenverkaufs von Weltwoche und Bilanz nach dem Abgang von Verlagsleiterin Uli Rubner zur Tamedia wieder rückgängig gemacht.