Die Schweizer Zeitungen haben auch im Juni unter einem weiteren Rückgang der Werbeausgaben und insbesondere der Stelleninserate gelitten. Sowohl der Publicitas-Index als auch das von der WEMF AG für Medienforschung erhobene Inseratevolumen schrumpften. Der Publicitas-Index sank von 116.2 auf 114.0 Punkte, was einem ähnlichen Rückgang wie in den Vormonaten von 2.2 Prozent entspricht, wie es in einem Communiqué vom Montag heisst. Die Entwicklung der einzelnen Anzeigenkategorien lasse keinen Schluss zu einer reellen Tendenzwende ziehen. Hauptgrund für den Rückgang seien die Stellenanzeigen. Ihr Index sank gegenüber April von 225.3 auf 214.9 Punkte. Gemäss WEMF- Statistik schrumpfte das Volumen an Stelleninseraten zum Vorjahresmonat um 33.6 Prozent auf 6398 Seiten.
Deutschschweiz am schlechtesten
Insgesamt ging das Inseratevolumen der Schweizer Zeitungen im Juni um 14.8 Prozent auf 15'601 Seiten zurück. Dabei schnitt die Deutschschweiz schlechter ab als die anderen Landesteile: Während in der Deutschweiz das Inseratevolumen um 16.4 Prozent schrumpfte, waren es in der Westschweiz -11.0 Prozent und im Tessin -12.6 Prozent. Als sehr erfreulich bezeichnete die WEMF die Entwicklung bei den Wochenzeitungen, die ein Plus von 3.7 Prozent verzeichnen konnten. Auch hier das gleiche regionale Bild: Während in der Westschweiz das Plus 20.9 Prozent und im Tessin 13.1 Prozent betrug, erlitten Deutschweizer Wochenzeitungen ein Minus von 3.2 Prozent.