Insiderin wirft Machern Betrug vor

"Swissquiz" - 3+ hat Stellungnahme von Produktionsfirma verlangt.

Immer wieder stehen die sogenannten Telefon-Gewinnshows in der Kritik. Nun erhebt eine Insiderin im "Kassensturz" des Schweizer Fernsehens schwere Vorwürfe gegen die Fersehsendung "Swissquiz", die auf den Schweizer Privatsender 3+, Star TV und Viva Schweiz ausgestrahlt wird. Eine Ex-Mitarbeiterin der Produktionsfirma Mass Response Service -- eine Tochtergesellschaft der Telecom Austria -- gab in der Konsumentenschutzsendung zu Protokoll, dass systematisch betrogen werde.

Bei den Gewinnspielen von "Swissquiz" müssen Zuschauer etwa in Buchstabengittern Städtenamen oder Lösungswörter erkennen, die in Couverts der Moderatorin stecken. "Ich habe beobachtet, dass jemand zu den Umschlägen ging und andere Wörter in die Umschläge steckte", beschreibt die Insiderin die betrügerischen Tricks der Sendungsmacher.

Laut einem Bericht von "20 Minuten" beweisen Videobilder zudem, dass Zuschauer, die richtige Lösungen nennen, übergangen worden sind. Eine Kandidatin sei von Regie und Moderation nach der Nennung einer korrekten Lösung ignoriert und aus der Leitung geworfen worden.

3+ liegen keine erhärteten Anhaltspunkte vor

"Mass Response Service als Produzentin von 'Swissquiz' hat 3+ mehrfach schriftlich zugesichert, dass ihr Call In-Quiz rechtens ist, d.h. im Rahmen des geltenden schweizerischen Rechts durchgeführt wird“, erklärt 3+-Geschäftsführer Dominik Kaiser auf Anfrage von "persoenlich.com". 3+ lägen keine erhärteten Anhaltspunkte vor, darauf nicht zu vertrauen.

Das junge Schweizer Fernsehen hat Mass Response Service nun gebeten, schriftlich zur "Kassensturz"-Sendung Stellung zu beziehen. Was geschieht, falls sich die Vorwürfe erhärten sollten? "3+ ist ein seriöser Unterhaltungssender und in keiner Weise daran interessiert, Formate zu zeigen, die in irgendeiner Weise gegen geltendes Recht verstossen", so Kaiser.