Instagram-Post über Rapperin gelöscht

20 Minuten - Unter dem Post über die Berliner Musikerin Nura standen rassistische Kommentare, weil die Kommentarspalte fälschlicherweise offen war. Die Redaktion räumt den Fehler ein.

Der Instagram-Kanal «20 Minuten People» hat einen Post über die Berliner Rapperin Nura entfernt. Eliane Loum-Gräser, Leiterin Kommunikation von 20 Minuten, räumt gegenüber persoenlich.com einen Fehler ein: Die Kommentarspalte sei fälschlicherweise offen gelassen worden. Deshalb habe man den Post gesperrt. Bei Geschichten, die erfahrungsgemäss viele negative Kommentare auslösen, bleibe die Kommentarspalte standardmässig geschlossen – auch auf Social Media.

Der Instagram-Post verwies auf einen Artikel vom 22. Oktober: Die frühere SXTN-Rapperin hatte auf TikTok erzählt, dass sie mit dem Kiffen aufgehört hat. Der Artikel ist auf 20min.ch weiterhin online, die Kommentare waren dort von Anfang an geschlossen.

Nura wehrte sich in ihren Instagram-Storys. Sie warf 20 Minuten vor, Hasskommentare bewusst stehen zu lassen, und nannte das Medium die «Schweizer Bild Zeitung». Eine Story zeigte zudem Foto und Namen der Reporterin, die den Artikel geschrieben hatte.

Nura veröffentlichte auch ihren Chat mit der Redaktion. Darin bittet 20 Minuten sie nach dem Entfernen des Posts, die Story mit der Reporterin zu löschen. Den Vorwurf, Hasskommentare bewusst stehen zu lassen, weist 20 Minuten zurück. Täglich gingen rund 10'000 Kommentare ein, die aufwändig geprüft würden. «Auch wenn hier bei uns ein Fehler passiert ist, finden wir es problematisch, wenn einzelne Mitarbeitende öffentlich an den Pranger gestellt werden, anstatt direkt mit uns Kontakt aufzunehmen», so Loum-Gräser. (cbe)