Der Publikumsrat verschaffte sich während eines längeren Zeitraumes einen Überblick über die Bemühungen von Schweizer Radio DRS zum Thema Integration und bescheinigt den Radiomitarbeitenden hohe Professionalität. Unverkrampft, offen und vielfältig seien die integrationsfördernden Berichte vor allem bei DRS 3 und VIRUS, findet er. Speziell in der Sendung "Mobile Campus" tauchten Ausländerinnen und Ausländer nicht nur als problematische oder exotische Minderheit, sondern als ganz normaler Bestandteil der Schweizer Gesellschaft auf.
Weiteres Fazit des Publikumsrats: "DRS 1 und DRS 2 bilden die Realität von 20 Prozent in der Schweiz lebenden Menschen mit ausländischem Pass durchaus gut ab. Den Radiomitarbeitenden gelingt es meistens, Klischees zu vermeiden und gefährliche Klippen in der Kriminalberichterstattung, wie etwa die Nennung von Nationalitäten, zu umschiffen. Hingegen richten sich die Sendungen von DRS 1 -- und noch deutlicher von DRS 2 -- tendenziell an ein elitäres und interessiertes Publikum und sind eher wort- und kopflastig. Integration scheitert aber in der Regel nicht an fehlenden Informationen, sondern an Emotionen. SR DRS ist auf dem richtigen, aber kurvenreichen Weg, das ganze Programm unaufdringlich, tolerant und weltoffen zu gestalten."