Kamerahandys und Digitalkameras haben nach den Bombenanschlägen in London Weblogs und Foren rasch mit Bildern aus der britischen Metropole versorgt. Das Internet hat sich erneut -- wie immer seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 -- als das Medium erwiesen, wo Menschen bei Krisen weltweit nach schnellen Informationen suchen. Blogs haben sich -- wie schon bei der Tsunami-Katastrophe in Asien -- als schnelle Lieferanten von Bildern, Videos und Augenzeugenberichten erwiesen.
Auf der Foto-Sharing-Website flickr.com (http://www.flickr.com), einer Tochter von Yahoo, waren binnen weniger Stunden zahlreiche Bilder zu finden, die von Amateurfotografen mit Digitalkameras oder einfach mit Kamerahandys (Bild) aufgenommen wurden. Auch die BBC postete Kommentare und Fotos von Augenzeugen: http://news.bbc.co.uk/1/hi/talking_point/4661415.stm .
The Guardian richtete einen eigenen Blog ein: http://blogs.guardian.co.uk/news/archives/2005/07/07/your_eyewitness_accounts.html . Aber auch über Blogs wie MoblogUK (http://moblog.co.uk) konnten sich Internetuser weltweit relativ rasch ein Bild von den Terroranschlägen in London machen.
Gründe für die rasche Verfügbarkeit derartiger Informationen sind die grosse Verbreitung von Digitalkameras und einfachen Möglichkeiten des Bild-Uploads ins Web. Auch stellen immer mehr Menschen in Krisensituationen Informationen online, weil sich das Internet offenbar als krisensicheres Medium und Plattform für Augenzeugen- und Opferberichte etabliert hat. (pte)