Die SRG prüft angesichts ihrer prekären finanziellen Lage neue Einnahmequellen. Dies geht laut AZ aus zwei von der SRG in Auftrag gegebenen Studien zum Werbertragspotenzial der SRG-Onlineangebote und der Deutschschweizer SRG-Radios hervor, die der Zeitung in Auszügen vorliegen.
Gemäss den beiden Untersuchungen, die von einem privaten Beratungsunternehmen und der SRG-Vermarktungstochter Publisuisse durchgeführt wurden, könnte die SRG mit Internet-Werbung gesamtschweizerisch bis zu 7,3 Millionen Franken und mit Radiowerbung alleine in der Deutschschweiz bis zu 80 Millionen Franken pro Jahr einnehmen. Gemäss den heute geltenden gesetzlichen Bestimmungen ist es der SRG verboten, in ihren Onlineportalen und in ihren Radios Werbung zu schalten.
Während sich der Verband Schweizer Presse laut Geschäftsführer Hanspeter Kellermüller gegenüber der AZ nach wie vor "ganz klar" gegen Online-Werbung auf den SRG-Portalen stellt, ist der Verband Schweizer Privatradios zumindest einer teilweisen Öffnung des Werbemarktes für die SRG-Radios nicht abgeneigt. "Ohne Werbung in den Radioprogrammen der SRG wird sich der Markt nie richtig öffnen", sagt Präsident Jürg Bachmann in der AZ.