Interview mit Marco Rima erscheint nicht

Sonntagsblick - Der Komiker zieht pointierte Aussagen zurück. Die Redaktion des Ringier-Blatts verzichtet auf eine Publikation des geführten Gesprächs.

Marco Rima hat vor ein paar Tagen angekündigt, als unabhängiger Kandidat im Kanton Zug für die Wahl in den Ständerat anzutreten. Die Redaktion des Sonntagsblick nimmt dies zum Anlass, um den Komiker für ein Gespräch über seinen geplanten Schritt in die Politik anzufragen. Rima sagt zu. Im Interview sollte es auch im seine Rolle und Positionen als prominenter Kritiker der behördlichen Corona-Massnahmen gehen. Schliesslich bewegten ihn nicht zuletzt die Erfahrungen der letzen Jahre zu seiner Ständeratskandidatur.

Aussagen zurückgezogen

Rima trifft Newsroom-Co-Leiterin Steffi Buchli und Sonntagsblick-Chefredaktor Reza Rafi zu einem einstündigen, offenen Gespräch, wie die beiden Ringier-Leute schreiben. Bei der Autorisierung der schriftlichen Fassung finden sich dann allerdings «wohlformulierte Sätze im Polit-Jargon, die der Befragte so nie gesagt hatte.» Ausserdem wollten Rima und seine Frau, die ihn als Managerin betreut, ganze Passagen streichen. Etwa heikle Thesen zur Pandemie, die Rima während des Gesprächs geäussert hat.

Man respektiere dies, schreiben Buchli und Rafi. Allerdings halte es die Sonntagsblick-Redaktion «für wenig sinnvoll, ein Gespräch abzudrucken, aus dem die streitbarsten Passagen nachträglich entfernt wurden.» Darum erscheint nun kein Rima-Interview im Sonntagsblick, sondern nur das Making-of. (nil)