IP-TV kommerziell noch uninteressant

Ringier / Tamedia - Nicht der gleichen Überzeugung wie Jean Frey.

Ende Januar gab die Jean Frey bekannt, dass mit der Jean Frey IPTV AG ein Kompetenzzentrum für Internet gestütztes Fernsehen gegründet worden sei. Der Zürcher Verlag ist überzeugt, dass IPTV (Internet Protokoll Television) in den kommenden Jahren die Medienlandschaft stark verändern werde, und will mit der neu gegründeten Gesellschaft diesen Wandel aktiv mitprägen und kommerziell nutzen, wie es damals hiess ("persoenlich.com" berichtete).

Auch der Ringier-Verlag, der diverse eigene TV-Formate produziert, hat die Möglichkeiten von IP-TV beobachtet und als "nicht markenrelevant" beurteilt, wie die Netzwoche berichtet. Hansjürg Deutsch, Bereichsleiter Fernsehen bei Ringier, gibt zu bedenken, dass der Erwerb von Senderechten teuer sei, ebenso das Produzieren und die Verbreitungstechnologie. Die Endgeräte müssten erst noch eine vernünftige Qualität garantieren.

Die Streaming-Technologie werde von Ringier dort genutzt, wo es Sinn mache. So etwa bei der Produktion von Sendungen. Zudem sei man über eine Beteiligung an der Teleclub AG indirekt mit Bluewin verbandelt, wo bereits Internet-TV-Versuche laufen würden.