Iran beendet Spionageprozess gegen US-Reporter

Washington Post - Das Urteil wurde aber noch nicht bekanntgegeben.

Der Spionageprozess gegen den seit über einem Jahr im Iran inhaftierten US-Reporter Jason Rezaian ist am Montag in Teheran beendet worden. Das sagte die Anwältin des Journalisten, Lejla Ahsan. Sie erwarte das Urteil des Revolutionsgerichts innerhalb einer Woche, fügte sie hinzu. Bei einer Verurteilung werde sie in Berufung gehen.

Dem Iran-Korrespondenten der "Washington Post" wird Spionage für die USA und Propaganda gegen den Iran vorgeworfen. Auch der vierte Prozess fand hinter verschlossenen Türen statt, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete.

Rezaian soll über eine US-Journalistin Insider-Informationen ans Weisse Haus weitergeleitet haben. Der 39-Jährige bestreitet dies. Er sei im Iran lediglich seiner journalistischen Arbeit nachgegangen. Die US-Regierung hat die Anklagen als absurd zurückgewiesen und die sofortige Freilassung Rezaians gefordert. (sda)