Ist das Ende nah?

"Leben live" - Sendung wird im Sommer überarbeitet.

Die Diskussionen um den "Quer"-Nachfolger "Leben live" reissen nicht ab. Im Blick vom Freitag ist von der baldigen Einstellung des Formats die Rede. Laut der Boulevardzeitung soll die Sendung mit Fabienne Pfammatter nach der Sommerpause eingestellt werden, sofern sich die Quoten nicht verbessern sollten.

Im Schnitt liegen diese derzeit bei knapp 330'000 Zuschauern. Patrick Rohr konnte mit "Quer" letztes Jahr 100'000 Schweizer mehr vor den Bildschirm locken. Auch den Publikumsrat der SRG vermochte "Leben live" nicht zu überzeugen. Für eine kritische Sendung fehle noch die Tiefe, für ein Magazin noch die Leichtigkeit, liess der Rat im Juni verlautbaren.

SF-Chefredaktor Ueli Haldimann war sich bereits im Mai der Problematik bewusst. Trotz sinkender Quote wäre es seines Erachtens falsch, gleich das ganze Konzept in Frage zu stellen, "aber wir müssen schnell verschiedene Elemente überarbeiten", so Haldimann in seinem Weblog.

Auf Anfrage von "persoenlich.com" bestätigt Sprecher Urs Durrer, dass das Schweizer Fernsehen "Leben live" inhaltlich verbessern will. Die Redaktion arbeite im Sommer daran. So sieht man am Leutschenbach denn auch optimistisch in die Zukunft. "Die Sendung hat in den letzten Wochen bereits Fortschritte gemacht -- was wir auch an den Zuschauerreaktionen gemerkt haben", so Durrer weiter.

Die Frage, ob SF tatsächlich über die Einstellung des Formats nachdenke, beantwortet Durrer so: "Leben live wird sich noch verbessern müssen. Aber jede Sendung braucht ihre Zeit, das war beispielsweise auch bei glanz & gloria der Fall. Wir werden im Herbst sicher verfolgen, wie sich die Sendung entwickelt. Vorläufig besteht aber kein Handlungsbedarf."