Der in Afghanistan entführte italienisch-schweizerische Journalist Daniele Mastrogiacomo ist nach zwei Wochen Geiselhaft wieder frei. Er sei wohlauf, teilte das italienische Aussenministerium am Montag mit. Mastrogiacomo befinde sich in den Büros der italienischen Menschenrechtsorganisation Emergency in Kabul. Er habe bereits den italienischen Botschafter in Afghanistan, Ettore Sequi, getroffen.
Die Nachricht der Freilassung des Journalisten wurde auch von Regierungschef Romano Prodi bei einer Pressekonferenz in Rom bestätigt. Prodi und Aussenminister Massimo D'Alema hatten sich in den letzten Tagen intensiv um ein positives Ende der Geiselhaft bemüht. Am Sonntag war der 52-jährige Korrespondent der Zeitung La Repubblica zunächst einer Gruppe von Stammesältesten übergeben worden. Zuvor waren zwei bisher inhaftierte Taliban-Führer freigelassen worden. Die Taliban hatten bis Montagabend die Freilassung eines dritten Mitglieds gefordert.

