Der Schweizer Jung-Filmemacher Tobias Nölle gewinnt den neu geschaffenen Sony Video Award. Mit "Tennis", einem aberwitzigen, Kontinente verbindenden Ballwechsel über den Atlantik, hat er sich in die Herzen und obersten Punkteränge der Online-Jury gespielt. Und dies trotz Manipulationsversuchen aus dem Cyberspace und grosser Konkurrenz.
Der alternde Tennisprofi Harry steht am Strand von New York und spielt mit seinem Freund Alberto in Rom ein interkontinentales Tennisspiel. Am Ufer des Atlantiks sieht Harry nach längerem Warten den Ball mit dem Feldstecher kommen. Mit einer gekonnten Rückhand schickt er ihn wieder auf den Weg über den grossen Teich, packt sein Racket in die Tasche und kündigt seinem Kumpel via Handy an, der Ball werde in ein paar Stunden in Rom für den Rückschlag eintreffen.
Die skurrile und amüsante Geschichte, die Tobias Nölle in hervorragender filmischer Qualität und mit einem unübersehbaren, aber sympathischen Augenzwinkern erzählt, konnte die Jury unter allen eingereichten Clips am meisten überzeugen.
"Die Idee hatte ich, weil ich lange in Amerika war und manchmal meine Leute zu hause vermisste. Dabei schickte ich jeweils Gedanken über das Meer und holte mir Erinnerungen zurück -- eine Art geistiges Tennisspiel über den Atlantik", erklärt Tobias Nölle den Bezug zum Thema.
Selbst die Manipulationsversuche eines Hackers aus dem Cyberspace konnten den fairen Ausgang des Votings nicht beeinflussen, die Sony-Spezialisten entdeckten die unerlaubten Eingriffe und eliminierten die ungültigen Stimmen sowie den Zugang des Spielverderbers.
Dem Sieger winkt nun ein substantieller Barbeitrag, um sein weiteres filmisches Schaffen zu unterstützen. Die Finalisten erhielten eine Anerkennung, und unter den Online-Votenden wurden fünf der legendären Sony-Handycams DCR-DVD201E verlost.