Die Journalistengewerkschaft impressum hat sich am Freitag an ihrem Kongress in Lugano für die Vertretung der Verleger im Presserat ausgesprochen. Ein GAV für die Lokalradios der Romandie wurde angenommen; er könnte bald in Kraft treten. Man sei für den Beitritt der Arbeitgeber zum Presserat, obwohl die Bedingungen der Resolution des Frühlingskongresses 2007 nicht erfüllt seien, heisst es in einer Medienmitteilung. Damals wurde gefordert, dass der Verband Schweizer Presse Bereitschaft zeige, einen neuen GAV für die Deutschschweizer Presse auszuhandeln. Der Kongress mache jetzt einen Schritt nach vorn, schreibt impressum. Man demonstriere trotz der zögernden Verleger den Glauben an die Sozialpartnerschaft.
Mit der RRR (Union des Radios Régionales Romandes) konnte ein GAV ausgehandelt werden. Die Delegierten von impressum, dem grössten Schweizer Verband der Journalistinnen und Journalisten, haben den Text angenommen. Damit er in Kraft treten könne, fehle nur noch eine klare Definition der Stellung der Moderatoren. Mit einem klaren Ja wurde ausserdem beschlossen, das Projekt zur Harmonisierung der Journalistenausbildung weiterzuführen. Dieses könnte bald zu Teilresultaten wie neuen Ausbildungsstandards führen, heisst es in der Mitteilung von impressum weiter.