«Wie kann sich in Zeiten von Fake News und Desinformation bloss ein Medium für die Schwächung der SRG aussprechen?», fragt SP-Nationalrätin Jacqueline Badran in ihrer Kolumne in der SonntagsZeitung. Gemeint ist ein Kommentar von Katharina Fontana in der NZZ von vor rund zehn Tagen. Darin schreibt diese unter anderem, dass SRF weniger Geld guttun würde. Und dass die bürgerlichen Kreise mit ihrer Halbierungsinitiative richtig liegen würden.
Badran nennt die Zeilen Fontanas einen «missgünstigen Rundumschlag wie beim ‹Hau den Lukas› im ‹Donnschtig-Jass›». In Zeiten zunehmender (Werte-)Segmentierung der Gesellschaft, deren Mitglieder in von den sozialen Medien verstärkten Filterblasen leben, seien mediale Orte der gemeinsamen Debatte, wie sie die NZZ und die SRG bieten würden, nötiger denn je.
Dass die SRG die kommerziellen Medien konkurriere, gehört – wie Badran in ihrer Kolumne schreibt – «ins Reich der Faktenfreiheit». Die Gratiskultur sei mit 20 Minuten, Watson oder Blick online hausgemacht. Und die SRG-Werbegelder würden bei einer Halbierung zu den kommerziellen ausländischen Verseichtungs-Fernsehstationen wandern, der Sport ins Bezahlfernsehen. Zum Schluss schreibt Badran: «Eine Halbierung der SRG würde der NZZ kein einziges Abo mehr bringen. Solch billige Propaganda jedoch fast sicher einige weniger.» (wid)