Jedes siebte Kindergartenkind hat einen eigenen Fernseher im Zimmer. Das ist eines der Ergebnisse einer Befragung des schulpsychologischen Dienstes Basels der Abteilung für Gesundheitsförderung und Prävention aus dem Schuljahr 04/05.
Aus dem Interview der Basler Zeitung (BAZ) mit Thomas Steffen geht hervor, dass 14 Prozent der Kindergarten-Kinder und 17 Prozent der Primarschüler einen eigenen Fernseher im Zimmer haben und das ungefähr ein Drittel der Kinder in diesem Alter täglich mehr als eine Stunde Fernsehen schaut.
Das Hauptproblem bestehe im unkontrollierten Fernsehkonsum. Wie Steffen gegenüber der BAZ erklärt, können Kinder Herumzappen nicht verarbeiten. Aus diesem Grund gibt er zusammen mit dem schulärztlichen Dienst ein Merkblatt heraus, das für gezieltes Fernsehschauen plädiert. Es gebe auch sinnvolle Sendungen, wie zum Beispiel die Sesamstrasse, die Kinder früh mit Buchstaben vertraut machen wolle.
Auf die Frage der BAZ, ob es am besten wäre, wenn man den Fernseher gleich von anfang verbieten würde, meint Steffen: "Es gibt Studien, die zeigen, dass Kinder eigentlich nur fernsehen, wenn sie nichts anderes Interessantes zu tun haben. Gibt es das Angebot, dass der Vater oder die Mutter mit ihnen spielt, werden sie sich immer für Vater oder Mutter entscheiden. Viel Fernsehkonsum ist oft ein Betreuungsproblem." Da aber Eltern ihre Kinder nicht immer unterhalten können, sei es wichtig, dass die Kinder auch lernen, sich selbst zu beschäftigen.