CH Media, die Herausgeberin der Luzerner Zeitung (LZ), und Jérôme Martinu haben sich auf eine Auflösung des Vertrags verständigt, dies aufgrund von unterschiedlichen strategischen Auffassungen. Er wird Ende Jahr austreten, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Interimistisch übernimmt Christian Meier, stellvertretender Chefredaktor, die Leitung der LZ und ihrer Regionalausgaben.
«Der gesamten LZ-Redaktion an allen Standorten und vor allem auch meinen Kolleginnen und Kollegen in der Führung danke ich herzlich für die stets konstruktive, kreative und wertschätzende Zusammenarbeit. Das ist, gerade in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, keine Selbstverständlichkeit. Ich habe immer gerne und mit Herzblut mit meinem Team für unsere regionale Zeitung gearbeitet», wird Martinu in der Mitteilung zitiert.
Wie es in der Mitteilung heisst, habe Jérôme Martinu die LZ und ihre Regionalausgaben geprägt «und massgeblich zu ihrem Erfolg beigetragen». Die LZ und ihre Ausgaben in Zug, Nidwalden, Obwalden und Uri würden über eine starke Marktposition verfügen und hätten sich in der Ära Martinu digital stetig weiterentwickelt. Verleger Peter Wanner und CH-Media-Chefredaktor Patrik Müller danken Jérôme Martinu im Communiqué «für sein grosses Engagement für die LZ und ihre Regionalausgaben während der letzten 22 Jahre».
Bevor Martinu 2016 zum Chefredaktor befördert wurde, war er ab 2002 bei der LZ in verschiedenen Ressorts tätig, so zunächst als Sportredaktor, später auch als Leiter der regionalen Ressorts und stellvertretender Chefredaktor. «In der Region verankert, profilierte er sich nicht nur als umsichtiger Blattmacher und Redaktionsmanager, sondern schrieb auch weiterhin selber, er leitete regelmässig Podien und engagierte sich über das Journalistische hinaus», heisst es in der Mitteilung weiter. So sei Martinu etwa im Stiftungsrat der Pensionskasse von CH Media tätig gewesen. (pd/cbe)