Innert kürzester Zeit stampfte die Gossweiler Media AG aus Brienz als Lizenzgeberin gemeinsam mit ihren lokalen Partnern dieses Frühjahr die "ONZ", eine Zeitung für die beiden Halbkantone Obwalden und Nidwalden, aus dem Boden. Das neue Blatt hat ein Vorbild: die mit Erfolg betriebene "Jungfrauzeitung". Als neuer Projektleiter Verlag innerhalb des Bereichs Mikrozeitungen bei Gossweiler Media und als vorrübergehender Verlagsleiter der "ONZ" wurde im April Jörg Salzmann vorgestellt ("persoenlich.com" berichtete). Doch wie "persoenlich.com" nun erfahren hat, ist Salzmann bereits nicht mehr für Gossweiler tätig.
"Wir haben uns von Herrn Salzmann während der Probezeit in gegenseitigem Einvernehmen getrennt", bestätigt CEO Urs Gossweiler den Abgang. Auf die genauen Gründe geht er dann allerdings nicht ein. Die Position der Verlagsleitung bei der "ONZ" hat inzwischen die junge Kathrin Kunz übernommen. Das sei immer so geplant gewesen. Durch den Weggang sei sie nun einfach früher aufgerückt. Erheblich früher: Ursprünglich war vorgesehen, dass diese Position bis Ende Jahr vom Lizenzgeber Gossweiler Media besetzt wird. Doch Salzmann ist nun weg und seine Stelle in Brienz vakant. "Wir werden ihn ersetzen, ganz klar", betont Gossweiler mit viel Nachdruck. "Allerdings geben wir uns dafür jetzt ein wenig Zeit."
Auch zur generellen Situation bei der blutjungen "ONZ" äusserte sich Gossweiler noch: "Die Stimmung ist gut. Wir liegen überall im Budget. Die Abozahlen und die Anzeigenwerte stimmen", erklärt er. Für ihn ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass sich sein Modell "Mikrozeitung" in andere Mikrokosmen übertragen lässt.
(Text: Adrian Schräder)