Joint Venture macht MAZ Studenten streitig

Ringier Axel Springer Schweiz - Neu absolvieren Volontäre von Beobachter, Handelszeitung und Bilanz die Ringier-Journalistenschule.

Die von Hannes Britschgi geführte Journalistenschule des Ringier Verlags führt auch in diesem Jahr einen Lehrgang durch. Die zweijährige Ausbildung, so heisst es in einer Medienmitteilung, werde im August 2016 starten. Während der Ausbildung arbeiten die angehenden Journalisten sowohl in einer Redaktion des Verlages als auch in einer Gastredaktion. Aufgrund des Joint Ventures mit Axel Springer Schweiz werden die Lernenden nebst den Ringier-Medien ihr Volontariat auch beim Beobachter, der Bilanz oder der Handelszeitung absolvieren.

Dies sind schlechte Nachrichten für das Medienausbildungszentrum (MAZ), wo die Volontäre und Journalisten dieser Redaktionen bisher ausgebildet wurden. «Das ist zwar bedauerlich, war aber absehbar», sagt MAZ-Direktor Diego Yanez gegenüber persoenlich.com. Der Schaden halte sich aber in Grenzen. Für die Diplomausbildung zum Journalisten falle durch den Zusammenschluss von Ringier und Axel Springer Schweiz lediglich ein Volontär auf zwei Jahre weg, jener vom Beobachter. Finanzielle Schwierigkeiten habe dies also nicht zur Folge, fügt er an. Schliesslich gäbe es genug andere, die das Studium am MAZ aufnehmen würden.

Auf Anfrage von persoenlich.com sagt Ringier-Sprecher Edi Estermann: «Selbstverständlich steht es Mitarbeitenden der Ringier Axel Springer Schweiz weiterhin frei, den Jahreskurs, beziehungsweise generell Kurse, am MAZ zu belegen.»

Es ist anzunehmen, dass diese dabei die Studiengebühren selbst tragen müssen. Auch aus diesem Grund bezweifelt Yanez, dass Mitarbeiter von Ringier Axel Springer Schweiz einen Kurs am MAZ buchen werden. (sg)

Bild: MAZ