Das Politik-Format «Arena» des SRF steckt in der Krise. Bereits letzten Freitag titelte der Blick: «Quotenjammer bei der Arena» (persoenlich.com berichtete), denn die Sendung erreicht die 30 Prozent Marktanteil wie zu Spitzenzeiten bei Weitem nicht mehr. 2015 die durchschnittliche Quote bei knapp 18 Prozent.
Dieser Trend scheint sich auch in diesem Jahr fortzusetzten. So fragte "Arena"-Moderater Jonas Projer am Montagabend über Twitter, was er mit der tiefen Quote vom Freitag anfangen solle:
Quote der Abstimmungs-#srfarena zur Nahrungsmittel-Spekulations-Initiative: Enttäuschende 13.2% (140'000). Was soll ich damit anfangen?
— Jonas Projer (@jonasprojer) 18. Januar 2016
Die Twitter-Gemeinde reagierte auf den Aufruf und suchte mit Projer gemeinsam nach Gründen:
@jonasprojer Würde die "Schuld" folgendermassen aufteilen: 3/4 Thema 1/4 Gäste
— Andri Silberschmidt (@andrisilbi_) 18. Januar 2016
@jonasprojer Interesse vom Thema fehlte, war aber wichtig. Strategie Super. Wegen Ihnen kann ich Freitag's nicht in den Ausgang, Kommpliment
— Werni Bechtel (@WerniBechtel) 18. Januar 2016
@jonasprojer ich glaube, dass das thema die leute schlicht überfordert. zudem: unser wirtschaftssystem wird sich vorerst nicht ändern.
— Jan Scheidegger (@jsch87) 18. Januar 2016
Auch der "Blick" versorgt Projer mit drei Ratschlägen. Es bräuche einen anderen Sendeplatz, der Start der Sendung müsse spannender werden und der Schlagabtausch gefördert: "Spannende Politiker, die mit intelligenten Argumenten erbittert streiten", fordert das Boulevardblatt.
Was die Verantwortlichen zum Quotentief und der Debatte rund um die «Arena» sagen, wird sich wohl am Mittwoch an der Jahresmedienkonferenz des SRF klären. (sg)
Bild: zVg.