Journalist getötet

Jemen - Bei Demonstrationen umgekommen.

Bei Protesten gegen die Regierung im Jemen ist am Freitag ein Journalist in der Hauptstadt Saana getötet worden. Der Fotograf Dschamal Al- Scharaabi habe für die Wochenzeitung Al-Masdar gearbeitet, teilte das in New York ansässige Committee to Protect Journalists (CPJ) mit.

Al-Scharaabi sei erschossen worden, als bewaffnete Männer auf Demonstranten gefeuert hätten. Es ist der erste bestätigte Todesfall eines Journalisten seit Beginn der Unruhen im Jemen im Januar. Ein weiterer Fotograf wurde laut CPJ durch einen Schuss in die Schulter verwundet. Er war gemäss den Angaben für den arabischen Dienst von BBC tätig.

Nach tödlichen Schüssen auf Demonstranten war am Freitag im Jemen der Ausnahmezustand verhängt worden. Präsident Ali Abdullah Saleh bestritt, dass die Polizei auf die Menschenmenge geschossen habe. Nach Angaben des Innenministeriums kamen am Freitag in Sanaa 25 Menschen ums Leben, Ärzte sprachen von 42 Toten. Das CPJ geht sogar von 44 Toten aus.