Journalist muss weitere zehn Jahre in Haft

Burma - "Einheit der Regierung beschädigt".

In Burma haben die Behörden einem bereits zu acht Jahren verurteilten Journalisten eine weitere zehnjährige Gefängnisstrafe auferlegt. Dies teilte die Menschenrechtsgruppe Reporter ohne Grenzen (RSF) mit. Der 21-jährige Journalist arbeitete demnach für die in Norwegen ansässige Organisation Democratic Voice of Burma (DVB, Demokratische Stimme Burmas), die von Oslo aus regierungskritische Fernseh- und Radioprogramme verbreitet.

Bereits im vergangenen Jahr war der junge Mann zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er war dabei erwischt worden, wie er Aufnahmen von den Folgen eines Granatenangriffs in der Metropole Rangun gemacht hatte. Am Mittwoch folgte nun laut RSF ein weiterer Gerichtsentscheid, weil der Journalist im Internet Material verbreitet haben soll, "was die Ruhe und Einheit in der Regierung beschädigt" habe. (sda)