Die Mitarbeitenden des Internetportals swissinfo/SRI wehren sich gegen den geplanten Abbau von 35 Stellen. Mit einer symbolischen Aktion am Donnerstag in Bern verlangten sie eine Diskussion mit SRG-Generaldirektor Armin Walpen.
Die Aktion sei ein grosser Erfolg gewesen, sagte eine Journalistin von swissinfo gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Über 80 Personen nahmen daran teil. Die swissinfo-Mitarbeitenden trafen sich zunächst mit dem Chefredaktor und dem Direktor von swissinfo. Danach übergaben sie Walpen einen Brief, in dem sie den Generaldirektor zu einer Diskussion mit dem Personal auffordern. Die Aktion fand zeitgleich mit dem Auftakt der Verhandlungen zwischen der Geschäftsleitung der SRG SSR idée suisse und dem Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) um einen Sozialplan statt.
Bundesbeitrag gestrichen
Hauptgrund für die Entlassungen -- 35 der 147 Stellen sollen gestrichen werden -- ist das Entlastungsprogramm des Bundes. In dessen Rahmen wird der Beitrag des Bundes ans Auslandprogramm der SRG SSR idée suisse von heute 18 auf 5 Mio. Franken im Jahr 2005 reduziert. Ab 2006 wird er ganz gestrichen. Die Stellen sollen vor allem bei der deutschen, französischen, italienischen und englischen Redaktion abgebaut werden. Die fünf anderen Sprachen (Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Chinesisch und Japanisch) sind nicht betroffen. Wann die Entlassungen erfolgen, und wer genau betroffen sein wird, steht noch nicht fest.
Staatspolitisch bedenklich