Im Zürcher Kantonsrat akkreditierte Medienschaffende, die für ein "ganz oder teilweise zwangsgebührenfinanziertes Medium" arbeiten, sollten nach Ansicht zweier SVP-Kantonsräte ihren politischen Standpunkt offenlegen. Es sei ein Gebot der Fairness, dass diese Medienschaffenden den Parlamentarierinnen und Parlamentariern bezüglich Offenlegung von Interessenbindungen gleich behandelt würden, finden die SVP-Kantonsräte Claudio Zanetti (Zollikon) und Claudio Schmid (Bülach) in der Begründung ihrer parlamentarischen Initiative.
Gefordert wird eine Änderung des Geschäftsreglementes des Kantonsrates. Die Journalistinnen und Journalisten sollen Mitgliedschaften in Parteien und politischen Organisationen offenlegen. Zudem soll deren persönlicher politischer Standpunkt - mit Hilfe eines Smartvote-Profils - veröffentlicht werden. Heute gebe es keine Transparenz über die politischen Standpunkte der "Medienschaffenden, die von der Allgemeinheit finanziert werden". Gemäss den beiden SVP-Politiker schulden sie aber der Bevölkerung in gleichem Mass Rechenschaft über ihre Interessenbindungen wie gewählte Volksvertreterinnen und Volksvertreter.