Drei Journalisten des "SonntagsBlick" stehen in St. Gallen vor dem Militärgericht, weil sie einen geheimen Fax des Nachrichtendienstes veröffentlichten ("persönlich.com" berichtete). Vor Prozessauftakt kündigte einer der Journalisten an, einen allfälligen Schuldspruch auf jeden Fall anzufechten.
Das Militärgericht könne der "Farce" ein Ende setzen. Es dürfe nicht sein, dass die Schweizer Militärjustiz zivile Personen verurteile, sagte der Journalist gegenüber Medienschaffenden. Ein allfälliger Schuldspruch werde wenn nötig bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg gezogen.
Die drei "SonntagsBlick"-Journalisten stehen wegen Verletzung militärischer Geheimnisse in St. Gallen vor dem Militärgericht. Ihnen wird vorgeworfen, den Strategischen Nachrichtendienst geschwächt und die Sicherheit der Schweiz gefährdet zu haben. Die Hauptverhandlung wird gegen den ehemaligen Chefredaktor des "SonntagsBlicks" und zwei Journalisten des Blattes geführt.

