03.04.2021

Querdenker-Demo

Journalistenverband beklagt Angriffe

Bei der Demonstration in Stuttgart sind am Samstag mehrere Journalisten angegriffen worden. Die ARD musste eine Live-Schaltung abbrechen, weil in der Nähe des Reporters mit Steinen geworfen wurde.

Bei der Demonstration in Stuttgart gegen die Corona-Politik sind nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) am Samstag mehrere Journalisten angegriffen worden. Der SWR beispielsweise berichtete online, dass ein ARD-Fernsehteam auf dem Cannstatter Wasen bedrängt worden sei und ein Live-Schaltgespräch zum Sender Tagesschau24 unterbrochen habe:

Eine Sprecherin der Polizei sagte am Abend, die Beamten ermittelten noch, welche Angriffe es auf Medienvertreter gegeben habe. An der Demo der «Querdenken»-Bewegung gegen die Corona-Politik hatten mehr als 10 000 Menschen - grösstenteils ohne Masken und Abstand - teilgenommen.

Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall erklärte, wieder einmal hätten die selbsternannten Querdenker keine Hemmungen, Berichterstatter als Ziel ihrer Wut anzugreifen. «Wütend macht mich die offensichtliche Untätigkeit der Polizeibeamten, die nichts für den Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen unternehmen.» Der Verband wolle wissen, warum Journalisten nicht ausreichend geschützt würden. «Was muss eigentlich noch passieren, bis die Sicherheitskräfte erkennen, dass Journalistinnen und Journalisten in Deutschland nicht mehr frei berichten können?» (sda/dpa/eh)

 

 



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