Die SonntagsZeitung hat einer Firma, der in einem Bericht kritische Geschäftsmethoden vorgeworfen wurden, genügend Zeit und Raum für eine Stellungnahme eingeräumt. Dies stellt der Presserat fest.
In einem Mitte Dezember 2005 veröffentlichten Bericht hatte die Zeitung einem Vermögensverwaltungsunternehmen vorgeworfen, über ein unseriöses Telefonmarketing ihre Anleger zu riskanten Geschäften mit Aktienoptionen überredet zu haben. Unabhängig vom Anlageerfolg habe die Firma mit überhöhten Gebühren ein Geschäft gemacht.
Die Firma gelangte darauf an den Schweizer Presserat, der allerdings nur abklärte, ob die SonntagsZeitung journalistisch fair vorging. Über die Seriosität der Geschäftsgebahren der Firma wollte und konnte sich der Presserat nicht äussern.
Weil die SonntagsZeitung ihre Vorwürfe den Vertretern der Firma mehrfach via E-Mail unterbreitete, habe sie sich "insgesamt vorbildlich verhalten", kam der Presserat zum Schluss. Auch habe die SonntagsZeitung klar dargestellt, dass die Firma sämtliche Vorwürfe zurückweise.