Jubiläum in kleinem Rahmen gefeiert

Schweizer Ombudsstellen - Roger Blum (SRG) und Ignaz Staub (Tamedia Deutschschweiz) haben zum 25-jährigen Bestehen der Ombudsstelle geladen. Ausserden stellten die Ombudsmänner ihr Buch «Die Klagemauern der Schweizer Medien» vor.

Trotz sommerlichem Wetter füllte sich der Saal des «Äusseren Standes» in Bern am späten Nachmittag des vergangenen Freitags. Es galt, etwas zu feiern, wie die SRG Deutschschweiz auf ihrem Onlinekanal schreibt.

Zuerst trat Daniel Cornu, der laut SRG Deutschschweiz «bekannteste Medienethiker der Schweiz», ans Rednerpult. Er erläuterte den Sinn der Ombudsstelle mit ihren vielfältigen Funktionen. Dann ergriff, hergereist aus Indonesien, SRF-Nutzerin und -Kritikerin Jacqueline Zwahlen das Wort. Sie erklärte, weshalb sie in manchen Fällen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mehr glaube als dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und sie hin und wieder an die Ombudsstelle gelange, die sich gerade feierte. Darauf hätte Susanne Wille nachgewiesen, was Redaktionen alles vorkehren würden, um Fehler zu vermeiden. Die Politikjournalistin und Moderatorin ergänzte jedoch, dass diese vor lauter Korrektheit nicht darauf verzichten dürften, gegenüber den Mächtigen kritisch zu sein und zu stören.

Schliesslich bot die Anwältin Raymonde Richter einen Blick in ihr Nähkästchen und zeigte, wie sie Vermittlungslösungen strickt, schreibt die SRG weiter. Zu guter Letzt stellten Ignaz Staub und Roger Blum das Buch «Die Klagemauer der Schweizer Medien» dem Publikum vor. Dieses umfasst Beiträge von Medienschaffenden und Ombudsleuten der SRG und von privaten Unternehmen. (pd/tim)