Jürg Zentner lanciert Online-Boulevardmagazin

Seite3.ch - Weltverschwörungen, Fussballgerüchte und Polizeimeldungen.

Seit Montag hat die Schweiz ein neues Boulevardblatt: Seite3.ch. Lanciert wird das Onlinemagazin von Jürg Zentner, der unter anderem als Chefredaktor der Magazine "Kult", "Faces" oder "RockStar" tätig war, Vadian.net und Mediabox Online als Exklusivvermarkter. Zusammen mit acht Redaktoren will das Gründerteam jeden Tag ein Boulevardmagazin aus dem Boden stampfen, das es so noch nie gegeben habe, heisst es in einer Mitteilung. "Wir wollen Geschichten bringen, die schier unglaublich scheinen. Was sie zum Teil sicher auch sind. Trotzdem sind alle Informationen für einen Teil einer gewissen Gruppe Menschen wahr, also, wir erfinden nichts, sondern halten uns an Fakten aus alternativen Quellen", sagt der Journalist gegenüber "persoenlich.com". Bei Seite3.ch gehe es um Weltverschwörungen, Fussballgerüchte, Polizeimeldungen und Geschichten von Leuten, die schon längst in Vergessenheit geraten sind.

"Seite3.ch ist die Seite hinter der Titelseite, die zweitklassigen Geschichten, die zu ungläubig schienen, es auf die Titelseite zu schaffen", erklärt der ehemalige Wirz-Werber weiter. Den reisserischen Boulevard finde man heute in den Medien nur noch als grosse Buchstaben. Die Geschichten seien aber meist langweilig oder konstruiert. "Seite3.ch ist ein Boulevardmagazin der alten Schule". Nebst News-Artikeln und Berichten findet man auf dem Portal www.seite3.ch auch TV-Klassiker, Dok-Filme uns Fullmovies. Und auch das klassische Seite3-Girl fehlt nicht. Dem Mädchen wird auf der neuen Site jedoch ganz unklassisch sehr gescheites Zeug in den Mund gelegt. "Ziel des Magazins ist es, eine möglichst grosse Community aufzubauen", sagt Zentner abschliessend.

Für Aufsehen sorgte das Projekt jedenfalls schon am Tag seiner Lancierung. Wie news.ch berichtet, haben Zentner und ein Promo-Team am Montag Morgen um 7 Uhr am Bellevue lautstark die Werbetrommel für das neue Boulevardmagazin gerührt. Die Polizei stoppte das Spektakel jedoch bereits nach 45 Minuten, sagt ein Augenzeuge gegenüber news.ch. (cb)