Nachdem Le Locle NE letzten Juli in einer Liste der attraktivsten Schweizer Städte als Schlusslicht auftauchte, gehen die Stadtbehörden aus dem Neuenburger Jura in die Offensive. Sie bezeichnen die Bilanz-Rangliste als unseriös und einseitig. In einer am Mittwoch publizierten Antwort reagierten die Stadtbehörden und setzten zu einer regelrechten Medienschelte an. Was die Bilanz den Leserinnen und Lesern als "Studie" verkauft habe, sei ein "subjektives Gemisch aus 50 Kriterien", das von einer privaten Immobilien-Beratungsfirma zusammengeschustert worden sei.
Auch die Medien, welche die Bilanz-Rangliste in ihre Berichterstattung übernommen hätten, seien zu wenig seriös vorgegangen. Sie hätten genauer hinschauen sollen, was für eine "Studie" das sei, bevor sie Le Locle als "schlimmste Stadt der Schweiz" bezeichneten. Die Arbeit des Bülacher Informations- und Ausbildungszentrums für Immobilien (IAZI) habe ein einziges Ziel verfolgt: Eine Liste der 122 Schweizer Städte mit mehr als 10'000 Einwohnern zu erstellen, wo Immobilien-Investitionen die grössten Gewinne versprechen.