Jörg Kachelmann, einst der beliebteste und gefragteste Wetterfrosch des deutschsprachigen Raums, wird nicht mehr für die ARD moderieren. Doch klar kommuniziert hat dies der öffentlich-rechtliche Sender, wie der "Tages-Anzeiger" in seiner Ausgabe vom Donnerstag hervorhebt, nur indirekt. Vor kurzem hatten Involvierte bestätigt, dass die Wettersendungen in Zukunft nicht mehr von Kachelmanns Firma Meteomedia im Appenzell, sondern von der ARD-Tochter Bavaria in München produziert werden.
Nun wird klar, dass man im Zuge dieser Umstellung Kachelmann ganz vom Bildschirm des Ersten Deutschen Fernsehens verbannt hat: Er ist nicht Teil des Viererteams, das ab jetzt für die Moderation zuständig ist. Die drei bekannten Moderatoren Sven Plöger, Claudia Kleinert, Karsten Schwanke und Donald Bäcker, die bislang bei Meteomedia angestellt waren und im appenzellischen Gais vor die Kamera traten, werden neu nach München übersiedeln und bei Bavaria-Tochter Cumulus Media GmbH unter Vertrag stehen.
Meteomedia verliert damit rund die Hälfte ihres wichtigsten Auftrags. Viele Kündigungen dürfte es bei der Kachelmann-Firma aber trotzdem nicht geben, schreibt der "Tages-Anzeiger" in seinem Artikel weiter. In den vergangenen Monaten seien bereits über ein Dutzend Mitarbeiter freiwillig oder unfreiwillig gegangen. (ads)