Glück im Unglück hatte ein Kameramann des Fernsehsenders Tele M1. Er war mit einer rund zehnköpfigen Gruppe unterwegs, die am Freitag mit Bernhardinerhunden zum Hospiz aufgestiegen war. Sie kehrte am Samstag wieder zurück.
Der Kameramann entfernte sich am frühen Samstagmorgen vom Hospiz, um noch einige Aufnahmen zu machen. Allerdings hat er offenbar niemanden über sein Vorhaben informiert. Um etwa 6 Uhr löste sich oberhalb des Hospizes eine Lawine und erfasste den Filmer.
«Wir hörten ihn unter den Schneemassen schreien», sagte Claudio Rossetti, der Direktor der Stiftung Barry, der Nachrichtenagentur SDA. Der Verschüttete konnte schliesslich laut Walliser Kantonspolizei nur leicht verletzt aus den Schneemassen befreit werden. Über drei Stunden hatte er bis zu seiner Rettung ausgeharrt.
Wie Tele M1 berichtete, war der Kameramann für die Sendung «Tierisch» unterwegs: Er drehte eine Reportage über eine Winterwanderung mit Bernhardinern. «Er hatte ein riesen Glück», sagte «Tierisch»-Moderatorin Silvi Herzog, die während des Unglücks in der Unterkunft war, gegenüber dem TV-Sender.
Ein Helikopter der Air Glaciers, der für die Suche des Verschütteten aufgeboten wurde, ist gegen 9.30 Uhr auf dem Weg zum Einsatz verunfallt. Die Besatzung blieb unverletzt. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat eine Untersuchung eingeleitet. (sda/cbe)