Am 11. Januar zeigte "10vor10" einen Beitrag zur Neubeurteilung des Falles des "Kannibalen von Rotenburg". In diesem Zusammenhang wurde auch ein Ausschnitt des Films "Dein Herz in meinem Hirn" gezeigt. Ein Ehepaar empfand die Darstellung eines enthaupteten Kopfs im Film als grausam. Zudem störte es sich an der Aussage des Regisseurs Rosa von Praunheim , dass "die Katholiken in der Kommunion auch Fleisch und Blut Jesu essen würden". Erschrocken über die grausamen Bilder am Schweizer Fernsehen beschwerte sich das Ehepaar in der Folge beim SF-Ombudsmann Achille Casanova. Dieser erachtet die Beschwerde durchaus als "begründet", wie dem SRG-Portal mitreden.ch zu entnehmen ist.
Auch Casanova zeigt sich schockiert über die Bilder, wie er in einem Brief and die Beschwerdeführer schreibt. Sie verstossen nach seinem Dafürhalten klar gegen die Leitlinien von SF: "Ereignisse, von denen gewalttätige Bilder gezeigt werden, müssen einem verschärften Relevanzkriterium unterstehen. Gewaltbilder zu zeigen, nur weil sie vorliegen, ist unzulässig". Casanova findet, "10vor10" hätte auf die Bilder und auch auf die Aussage des Regisseurs verzichten müssen.
In einer Stellungnahme gegenüber Casanova begründet der stellvertretende Redaktionsleiter von "10vor10", Diego Yanez, er sei davon ausgegangen, dass die Zuschauer keinen Bezug zur Realität herstellen würden. Die Filmaufnahmen aus "Dein Herz in meinem Hirn" seien von sehr schlechter Qualität und äusserst artifiziell gestaltet gewesen. Darum sei die Redaktion davon ausgegangen, dass es klar sei, dass es sich bei den gezeigten Fleischbrocken wie auch beim Kopf um Nachbildungen aus Plastik handelten. Nachträglich sei ihm bewusst, dass es nicht nötig gewesen sei, die Szenen derart exzessiv zu zeigen.