Kanton Glarus soll zu Graubünden zählen

TV-Versorgungsgebiete - Bündner Regierung kann Vorschlag des Bundes nicht nachvollziehen.

Der private Fernsehsender Tele Südostschweiz soll auch in Zukunft im Kanton Glarus senden können. Die Bündner Regierung beantragt, den Nachbarkanton im Versorgungsgebiet Graubünden zu belassen. Gemäss dem im letzten März verabschiedeten Bundesgesetz für Radio und Fernsehen bestimmt der Bundesrat Anzahl und Ausdehnung der Versorgungsgebiete, in denen Konzessionen an regionale Radio-und Fernsehveranstalter erteilt werden. Der Entwurf des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) sieht vor, Glarus von Graubünden abzutrennen.

Das vom Bund vorgeschlagene lokale TV-Versorgungsgebiet Graubünden mit den ausserkantonalen Regionen Werdenberg und Sarganserland lasse das Gebiet des Kantons Glarus unberücksichtigt, bemängelt die Regierung in ihrer Vernehmlassung. Im Sinne einer "Investitionssicherung" beantragt sie, Glarus der Region Graubünden statt der Region Zürich zuzuteilen. Das BAKOM habe es unterlassen, die Vorleistungen des bestehenden TV-Veranstalters zu berücksichtigen: "Tele Südostschweiz" mit Sitz in Chur ist in Glarus mit einer Lokalredaktion vertreten.