Der Basler Karikaturist Jürg Spahr alias "Jüsp" ist tot. Er starb überraschend am Donnerstag, wenige Tage nach dem Tod seiner Frau, wie die Basler Zeitung am Dienstag mitteilte. "Jüsp" hatte auch für den Nebelspalter und den Beobachter gezeichnet. Spahr war auch Werbegrafiker für diverse Publikationen. Sein letzter Cartoon für die BaZ ist am 4. März erschienen: eine kommentierende Zeichnung nach dem knappen Uno-Ja. "Jüsp", als Karikaturist selbst mehrfach ausgezeichnet, war erster Kurator (1978-1995) des Basler Karikaturen-Museums.
Spahr war am 1. Februar 1925 im sizilianischen Catania als Sohn einer Schweizer Kaufmanns-Familie zur Welt gekommen. 1939, während des zweiten Weltkriegs, kehrte er mit der Familie zurück und wuchs in der Ostschweiz auf. 1943 publizierte er seine ersten Cartoons. Rasch erfolgreich, publizierte er neben Zeitungen und Zeitschriften auch in Buchform. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt sind seine Porträt- Karikaturen, politischen Cartoons und Kommentare zum täglichen Leben. Zeitlebens hat er gegen 10'000 Zeichnungen veröffentlicht.

