Das deutsche Bundeskartellamt nimmt den Zusammenschluss der Nachrichtenagenturen ddp und AP Deutschland genau unter die Lupe. "Wir haben eine vertiefte Prüfung eingeleitet", sagte ein Sprecher der Bonner Wettbewerbshüter am Montag. Die Kartellwächter prüfen die Auswirkungen der Fusion auf den Medienmarkt. Kommen sie zu dem Ergebnis, dass durch den Zusammenschluss eine marktbeherrschende Stellung begründet oder verstärkt wird, können sie Auflagen erlassen.
Die aus AP und ddp neuformierte Nachrichtenagentur-Gruppe DAPD ddp will einem Sprecher zufolge dem Kartellamt schnellstmöglich alle nötigen Informationen liefern. Grosse Einwände der Wettbewerbshüter gegen die Fusion seien nicht zu erwarten. "Das Entstehen einer zweiten Voll-Agentur neben dpa beeinträchtigt den Wettbewerb nicht, sondern kurbelt ihn vielmehr an", sagte er. Ausgelöst wurde die Untersuchung durch eine Beschwerde der Konkurrenz-Agentur dpa, die das Kartellamt aufgefordert hatte, die Fusion der Wettbewerber zu untersuchen. (sda)