Kein Preisdumping bei ".ch"-Verteilung

Ulrich Gygi - Der Post-Chef rechtfertigt sich.

Die DCM, die zu 50 Prozent der Schweizerischen Post gehört, vertreibt das Gratisblatt ".ch" zum Dumpingpreis von 7 Rappen pro Stück. Das zumindest werfen die Schweizer Verleger Ulrich Gygi vor ("persoenlich.com" berichtete). In einem Interview mit der "Bilanz" nimmt der Post-Chef nun Stellung zum Vorwurf.

Laut Gygi fährt die DMC keine Tiefpreispolitik, sondern betreibt ein anderes Geschäftsmodell als die Post. Während die Post eine einzelne adressierte Zeitung in den Briefkasten stecken würde, würde bei ".ch" der DMC-Angestellte mehrere Exemplare in den Hauseingang oder in den Ständer legen. Der Unterschied zur Post: Bei der DMC gebe es keine Adressbewirschaftung. Deshalb, so Gygi, sind die Zustellungkosten pro Exemplar um ein Mehrfaches tiefer.

Die Post wiederum verrechnet den anderen Verlegern durchschnittlich 30 Rappen für die Zustellung ihrer Zeitung. Im Gespräch mit der "Bilanz" rechtfertigt Gygi diese Preise. Diese kämem zustande, weil die Post das Gewicht, die Auflage sowie die Häufigkeit in den Preis mit einberechne. Hinzu komme der Umstand, ob diese zur Presseförderung gehöre oder nicht.