Die SRG SSR idée suisse will bei ihren von den Verlegern kritisierten Internet-Auftritten keine Abstriche machen. Dies bekräftigte Generaldirektor Armin Walpen an der Medienkonferenz zum 75-Jahre-Jubiläum des Unternehmens.
Für die Zukunft setzt die SRG auf Multimedia. Der Wert der klassischen Radio- und TV-Angebote lasse sich im digitalen Zeitalter nur mit Multimedia-Angeboten erhalten und steigern, sagte Walpen am Freitag in Bern. Es gehe darum, den Gebührenzahlenden einen zeitgemässen Mehrwert zu bieten.
Walpen betonte, die Ziele der Mulitmedia-Aktivitäten der SRG seien nicht kommerzieller Natur. Er sei sich der wettbewerbspolitischen Fragen bewusst, die sich im Zusammenhang mit Multimedia stellten.
Die SRG habe Verständnis für die Anliegen der Verleger und verzichte bei ihrem Online-Angebot "in einem ersten Schritt" auf Kleininserate und Werbung. Auf Sponsoring verzichtet die SRG allerdings nicht. Die Geschichte zeige, dass Neuerungen im Rundfunk zuerst bekämpft, schliesslich aber mit publizistischen Leistungen und nicht Verboten gemeistert worden seien, gab Walpen zu bedenken.