Keine Eile bei Nebenjobs-Regeln für Moderatoren

SRF - Geplante Regelung verzögert sich.

Die geplanten Regeln darüber, dass TV-Moderatoren einen Teil ihrer Einkünfte aus Nebenjobs an die SRG abliefern sollen, lassen auf sich warten. Ein Jahr nach Ankündigung durch den damaligen Medienminister Moritz Leuenberger heisst es bei der SRG: Wegen "dringenderer Themen" verzögere sich das Geschäft.

Die SRG SSR bestätigte am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht des "Beobachters". Vor gut einem Jahr war bekannt geworden, dass Leuenberger neue Vorschriften ausarbeiten liess. Diese sollten die TV-Moderatoren verpflichten, künftig einen Teil ihrer Nebeneinkünfte an die SRG abzuliefern. Für die Nebenjobs der Schweizer TV-Stars bestehen bei der SRG klare Weisungen. Nicht geregelt ist jedoch der finanzielle Aspekt dieser Auftritte. Bisher flossen die Honorare vollständig in die Kassen der Moderatoren - obwohl diese ihre Popularität ihren Fernsehauftritten und damit ihrer Arbeitgeberin SRG verdanken.

Mitte April letzten Jahres hiess es bei der SRG, die Arbeiten seien bereits angelaufen. Nach einer Sitzung des SRG-Entschädigungsausschusses von Mitte März 2010 habe der Generaldirektor die Personalabteilung und den Rechtsdienst beauftragt, zuhanden der Geschäftsleitung einen Regelungsvorschlag zu erarbeiten. Nun ist das Geschäft aber offenbar ins Stocken geraten. Man stehe diesbezüglich in Kontakt mit dem zuständigen Departement Uvek, teilte SRG-Kommunikationschef Max Gurtner am Montag auf Anfrage mit: "Das Geschäft verzögert sich wegen anderer, dringenderer Themen und Dossiers." Weitere Schritte und Informationen seien im Sommer zu erwarten. (sda)