Der Blick hat in seinen Ausgaben von Mittwoch und Donnerstag am SF-Format "Pfahlbauer von Pfyn" Kritik geübt. Das Boulevardblatt bezeichnet die Sendung als fad. Ihm fehlen zwischenmenschlichen Konflikte: "Bei den Pfahlbauern von Pfyn fehlt der Pfiff: Die Langeweile kriecht durch die Ritzen der Hütten, klebt an den Lendenschürzen", heisst es in einem Artikel von Donnerstag. Zudem moniert die Zeitung, dass das Schweizer Fernsehen sofort herbeieile, wenn einer der Pfahlbauern in Schwierigkeiten sei. So wurden einem der protagonisten Schmerzmittel verabreicht, ein anderer wurde wegen einer gebrochenen Plombe zum Zahnarzt gefahren.
Nun entgegnet SF-Chefredaktor Ueli Haldimann in seinem Blog der Kritik des Blicks. Man wolle tatsächlich keine Lehmhütten-Kopie von Big Brother produzieren. "Deshalb interessiert uns nicht, was in der Nacht in den Hütten unter den Geissenfellen passiert", schreibt Haldimann. SF interessiere hingegen, wie Menschen aus der Neuzeit mit den damaligen Lebensumständen zurecht kommen. Dazu liefere Steinzeit Live jeden Tag viele Antworten, so Haldimann weiter.
Er bestätigt, dass SF tatsächlich manchmal ins Geschehen eingreift: "Zum Beispiel, wenn wir die Bergwanderer ein Stück weit mit dem Begleitfahrzeug fahren lassen, weil für sie die Gefahr, mit den Lederfinken am Kamm der Churfirsten auf dem nassen Gras auszurutschen und mehrere hundert Meter in die Tiefe zu stürzen, einfach zu gross ist. Man stelle sich die Schlagzeile im Blick vor, wenn etwas passiert wäre", so der SF-Chefredaktor in seinem Weblog.