Köppel trennt sich von Eugen Sorg

"Weltwoche" - Uneinigkeiten bezüglich Strategie.

Das Personalkarussell dreht sich bei der "Weltwoche". Wie "persoenlich.com" erfahren hat, kommt es erneut zu einem prominenten Abgang. Auslandredaktor Eugen Sorg verlässt das Blatt. "Ich kann das bestätigen. Wir haben uns auf Grund von unterschiedlichen strategischen Auffassungen getrennt ", sagt "Weltwoche"-Chef Roger Köppel gegenüber "persoenlich.com".

Gegenwärtig fragt man sich, was mit der "Weltwoche" los ist. Innert weniger Wochen trennte sich Roger Köppel bereits von mehreren Kolumnisten ("persoenlich.com" berichtete). An der Förrlibuckstrasse kann man sich Sorgs Weggang auch nicht erklären. Immerhin zählte er zu Köppels "best buddies".

Und was hat Roger Köppel eigentlich mit der arg geschrumpften Redaktion vor? "Ich habe einige Kolumnisten ausgewechselt, ein paar neue Leute angestellt. Wir bleiben auf Kurs: Recherche und intelligente Provokation", teilt der Chef via Mail mit.

Eugen Sorg ist seit den Neunzigerjahren als Journalist tätig: zuerst beim "Magazin" des "Tages-Anzeigers", seit 2001 bei der "Weltwoche". 2005 hätte er beinahe interimistisch die Rolle des Chefredaktors übernommen, nachdem Simon Heusser nach etwas mehr als einem Jahr an der Spitze der "Weltwoche" zurückgetreten war. Für den Übergangsjob reichte es Sorg nicht, weil sich intern heftiger Widerstand regte. Wohin Sorg nun wechselt, konnte "persoenlich.com" nicht in Erfahrung bringen.