Kokain-Szene war nicht verharmlosend

"Lüthi und Blanc" - Ombudsmann lehnt Beschwerde ab.

Bei Achille Casanova, Ombudsmann des Schweizer Fernsehens SF, ist eine Beschwerde wegen der Soap "Lüthi und Blanc" eingegangen. Ein Zuschauer beklagte sich, die Darstellung des Drogenkonsums wirke "verharmlosend". Ein Protagonist der Soap sniffte in einer Episode Kokain. Dies sei "verantwortungslos, geschmacklos und überflüssig", so die Beanstandung. In seinem Schlussbericht, der auf der SRG-Diskussionsplattform Mitreden.ch zu finden ist, zeigt Casanova auf, warum er diese Meinung nicht teilt.

Der Redaktionsleiter der Sendung, Niklaus Schlienger, sagt, die Soap richte sich an regelmässige Zuschauer. Dies sei der Grund, weshalb ein Thema wie die Drogenabhängigkeit eines Darstellers nicht in einer Folge abschliessend diskutiert werde. Die Soap orientiere sich an der Realität. Drogenkonsum sei ein Thema in der Gesellschaft, weswegen es mit Berechtigung aufgegriffen werde. Die Reaktion des Umfelds des Süchtigen zeige, dass der Drogenkonsum nicht akzeptiert werde. Auch müsse der Süchtige für die Folgen seines Tuns noch "bittere Konsequenzen" tragen, so die Stellungnahme der Redaktion.