Simone Meier bezeichnet ihren Job als tägliche Kolumnistin beim Tages-Anzeiger als "absoluten Traumberuf". Der Job sei natürlich auch ein Härtetest und ewig werde sie ihn nicht machen können, aber im Moment sei er perfekt, sagt sie gegenüber der Gewerkschaftszeitung journalisten.ch.
Simone Meier ist Journalistin geworden, weil sie glaube, dass das Schreiben das einzige Handwerk sei dass sie beherrsche. Darum habe sie nach dem Studium -- Germanistik und Amerikanistik -- drei Möglichkeiten gehabt: eine Dissertation, Journalismus oder Schriftstellerin. Journalismus sei "das Realistischste" gewesen, meint sie augenzwinkernd.
Meier glaubt zur letzten Generation zu gehören, die wirklich schreiben wolle. Heute würden alle Jüngeren zum Radio oder Fernsehen gehen. Falls es da draussen überhaupt noch "kleine" Menschen gebe, die als AutorInnen wahrgenommen werden wollen, so sollen diese "um Himmels Willen" klein anfangen. Dies möglichst in einem "geschützen Reservat", wo sie experimentieren dürfen und keinen Konzernvorgaben entsprechen müssen. Meier selber hat übrigens bei der WOZ ihre ersten journalistischen Sporen abverdient.