Kolumnisten wettern gegen Peter Schellenberg

Weltwoche - Kaum Verständnis für Deltenre-Abrechnung des früheren TV-Direktors.

"Voll in die Falle getappt" stellt Peter Rothenbühler fest, "Verfolgungswahn" diagnostiziert Christoph Mörgeli. In der aktuellen Weltwoche setzen sich gleich zwei Weltwoche-Kolumnisten mit Peter Schellenbergs Abrechnung mit der amtierenden TV-Direktorin Ingrid Deltenre auseinander. Beide kommen zum selben Schluss: Da wehrt sich einer dagegen, in Vergessenheit zu geraten.

Schellenberg hatte in einem Interview mit dem SonntagsBlick Deltenre jedes "gesellschaftspolitische und soziale Fundament" abgesprochen ("persoenlich.com" berichtete). Ihre Personal- und Programmentscheide bezeichnete er als "Säuberungsaktion", um dann noch anzufügen: "Ich warte darauf, dass ich wie im Stalinismus aus den alten Fotos wegretuschiert werde".

Mörgeli weiss indessen, dass die Realität für Schellenberg gar noch viel schlimmer sei: "Sie schrumpfen auf ihr eigenes Format", so Mörgeli zum ehemaligen TV-Direktor. Mittlerweile scheine es mit Schellenberg so zu sein, dass nicht das Etikett auf den Menschen, sondern der Mensch auf das Etikett zutreffe -- das des "kleinkarierten Linken". Dass Schellenberg die Öffentlichkeit wissen lasse, dass "Lüthi & Blanc" sein Kind sei, deutet für den Kolumnisten einzig darauf hin, dass dieser die SRG generell mit einem Familienbetrieb verwechsle. Mörgeli: "Sowohl Frau wie Kinder versorgte er [Schellenberg] im Leutschenbach".