Konsumentensendungen wie "Espresso" und "A bon entendeur" kommen bei den Publikumsräten der SRG SSR gut an. Allerdings sorgen sich die Räte um die zunehmenden juristischen Probleme der Sendungen. Und die "Spektakularisierung der Information" im Tessiner TV geht ihnen zu weit. Unter die Lupe genommen haben die fünf Räte folgende Sendungen von SRF, RTS und RSI: "Espresso" (Radio), "Kassensturz" (TV), "On en parle" (Radio), "A bon entendeur" (TV), "Usi e consumi" (Radio) sowie "Patti Chiari" (TV). Insgesamt bescheinigen sie den Sendungen gemäss Mitteilung vom Freitag "ein sehr gutes Niveau mit hoher Qualität und guter Resonanz". Sie seien publikumsnah und publikumsorientiert.
Dass die Produktionen je nach Region unterschiedlich daherkommen, ist für die Publikumsräte nachvollziehbar. Dennoch üben sie auch Kritik - etwa an der Tessiner RSI. Der Einfluss aus Italien sei bei den Sendungen spürbar, heisst es: "Die Spektakularisierung der Information geht einigen Publikumsräten allerdings zu weit." Zudem weisen die Räte auf zunehmende juristische Probleme hin, mit denen die Sendungsverantwortlichen vor der Veröffentlichung bestimmter Inhalte konfrontiert sind. Dieser Umstand gibt den Publikumsräten laut Mitteilung "zu denken".
Die Präsidien der fünf Publikumsräte - SRG.D, RTSR, CORSI, SRG.R und Swissinfo - arbeiten auf nationaler Ebene in einer Arbeitsgruppe zusammen. Im Wahljahr 2011 hatten sie die Wahlsendungen beobachtet, 2012 richteten sie den Fokus nun auf die Konsumentensendungen. (sda)