Konzeptvorschläge für Ingrid Deltenre

TV-Star - Sechs Ideen für einen spannenden Samstagabend.

Nach den Flops von "Ein roter Teppich für..." und "VIP-Parade" sind neue Konzepte gefragt. TV-Star bietet in der neusten Ausgabe Hand und präsentiert der SF-Direktorin Ingrid Deltenre sechs Vorschläge für neue Samstagabend-Shows -- mal nostalgisch, mal urchig, mal kunterbunt.

Der Rindli-Wahnsinn

Moderiert von René Rindlisbacher. Konzept: Highlights und Tiefpunkte der jüngeren schweizerischen Zeitgeschichte werden fürs TV-Publikum humoristisch aufgearbeitet -- von Adolf Ogis berühmter "Tännlirede" bis zum Skandalauftritt von "Herr und Frau Müller" 1980 in der Sendung "CH-Magazin", kurz: alles, was die Schweiz bewegte. Angefeuert von Moderator René Rindlisbacher, erzählen und kommentieren Gäste die wilden Zeiten von damals. In Anlehnung an: "Die zehn mnervigsten...", "Die Achtziger-Show". Hintergrund: Retro ist ein Dauertrend, aber im Gegensatz zum "Roten Teppich" stehen nicht einzelne Personen, sondern Themen im Vordergrund. Showeinlagen: Comedy, nationale und internationale Acts.

Die Familienbande

Moderiert von Mona Vetsch. Konzept: SF lässt Dietmar Schönherrs und Vivi Bachs Kultshow "Wünsch dir was", die 1969 bis 1973 Millionen begeisterte, in moderner Form aufleben. Die Idee damals: Familien beweisen Harmonie, bestehen Mutproben. Die Kandidaten griffen seinerzeit zu Riesenschlangen aus dem Terrarium, traten in den Löwenkäfig, robbten über dünnes Eis oder liessen sich im Auto in einem Wasserbassin versenken. In Anlehnung an: "Wünsch dir was". Hintergrund: Das Format wurde nie rezykliert, steckt aber voller Potenzial. Familien sind die ideale Identifikation fürs Samstagabendpublikum -- jede Altersgruppe kann avisiert werden. Nach Promiparade und abgewetztem Teppich endlich die Show mit Action und Spannung. ShowEinlagen: Nationale und internationale Künstler, Akrobaten und Ballett-Acts.

Traumfänger

Moderiert von Roman Kilchsperger. Konzept: Die Show, die Sehnsüchte erfüllt und mit Ängsten spielt. Einem von vier Kandidaten winkt die Erfüllung seines grössten Traums: Reise, Heimkino, Kennenlernen eines Stars etc. Dazu muss er aber seine Gegner in nicht ganz ernst gemeinten Spielrunden ausschalten. Höhepunkt ist das grosse Finale. Da wartet eine Aufgabe, die auf auf ihn persönlich zugeschnitten ist -- und mit seinen Ängsten und Abneigungen spielt: vom 10-Meter-Brett springen, Schlangen herumtragen, übers Hochseil balancieren... In Anlehnung an: "Glücksspirale". Hintergrund: Die Show bietet Spannung und Unterhaltung mit Menschen, die für ihren grossen Traum kämpfen -- und bei ungewöhnlichen Aufgaben über ihren Schatten springen. ShowEinlagen: Nationale und internationale Künstler.

Heisse Eisen

Moderiert von Kurt Aeschbacher. Konzept: Aeschbacher präsentiert live aus der urbanen "Giesserei" im Zürcher Kreis 5 eine gescheite TV-Wundertüte. Er überrascht, provoziert und rührt zu Tränen. Satiriker treten auf, Politiker werden auf die Schippe genommen, es wird gerockt und gejammt. In Anlehnung an: Adriano Celentanos grandiose RAI-Show "RockPolitik", "Bios Bahnhof", "Casa Nostra". Hintergrund: SF hätte endlich seine Sendung mit Profil, über die alle reden. Jede Show ist ein Balanceakt, ein Wagnis, ein Spektakel. Und Aeschbi ist der Einzige bei SF, der so was kann. ShowEinlagen: Egal, ob schräg, wild oder cool -- hier giessen nur unkonventionelle Stars ein.

Piz Suisse

Moderiert von Francine Jordi. Konzept: Alphornklänge, Schlagergesang, Stargäste, Talks, viel Heimatgefühl -- gesendet aus idyllischer Berglandschaft: Ein ähnliches, doch missglücktes Konzept bestand schon mal. SF müsste sich nur an Florian Silbereisens Quotenhit orientieren und Charmebolzen Francine einbinden können. In Anlehnung an: "Winterfest der Volksmusik", "Top of Switzerland". Hintergrund: Volkskulturelle Shows haben ein Stammpublikum -- die Nähe zu den Regionen ist ein Erfolgsgarant. ShowEinlagen: Künstler aus den Alpenländern.

Das grosse Fragezeichen