Kooperation mit deutschem "Publik-Forum"

"aufbruch" - Religions-Zeitungen spannen zusammen.

Zwei religiöse Zeitungen arbeiten zusammen: Die ökumenische Zeitung "aufbruch" hat mit dem deutschen "Publik-Forum" eine Zusammenarbeit vereinbart. Ab Januar wird das Schweizer Organ für Religion und Gesellschaft mit mehr Seiten und neu im Tabloid-Format erscheinen.

Die Kooperation mit der deutschen Zeitung für kritische Christen sei durch die Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche angeregt worden, teilte "aufbruch"-Chefredaktor Paul Bösch am Mittwoch mit. Die Stiftung wird vom Theologen Hans Küng präsidiert. Laut Küng braucht es eine internationale publizistische Stimme, die im ganzen deutschen Sprachraum kirchliche Vorgänge und hierarchische Entscheidungen in der Öffentlichkeit kritisch begleitet. Auch müssten Perspektiven für gegenwärtiges und zukunftsweisendes christliches Handeln aufgezeigt werden.

Gemäss Bösch wird der "aufbruch" nach der Kooperation seinen Namen beibehalten und weiterhin vom Förderkeis "aufbruch" herausgegeben. Anstelle der bisherigen 16 Schwarz-weiss-Seiten im grossen Zeitungsformat erhalten die Abonnenten in der Schweiz ab Januar 48 Farbseiten im kleineren Tabloid-Format.

Der 32-seitige Kernteil wird gemeinsam von "Publik-Forum" und dem "aufbruch"-Redaktionsteam hergestellt. Der 16 Seiten umfassende Mantelteil mit aktuellen Berichten und Kommentaren über religiöse Vorgänge, spirituelle Aufbrüche und ethische Fragen in der Schweiz wird redaktionell vom "aufbruch" produziert und verantwortet.

Das deutsche "Publik-Forum" erscheint alle 14 Tage in einer Auflage von rund 40' 000 Exemplaren. Die jährlich 24 Ausgaben werden künftig einen 32-seitigen Kernteil enthalten, der nach eigenen Angaben bewusst international ausgerichtet ist. Dieser Kernteil wird laut Bösch jedes dritte Mal auch als Kernteil des "aufbruch" erscheinen. Die ökomenische Schweizer Zeitung erscheint acht Mal jährlich in einer Auflage von rund 3'300 Exemplaren.

Gemäss dem Chefredaktor kann das Angebot des "aufbruch" durch die Kooperation mit dem "Publik-Forum" stark ausgebaut werden, ohne dass die Eigenständigkeit aufgegeben werden müsse. Trotz leichter Steigerung der Auflage sei der "aufbruch" immer wieder von Finanzknappheit bedroht. (sda)