Der Reporter der "Washington Post" Jason Rezaian und seine ebenfalls journalistisch tätige Frau bleiben weiterhin in iranischer Haft. Das gab Irans Oberstaatsanwalt Gholamhussein Mohseni Edzehi am Mittwoch bekannt.
Zu dem Fall gebe es nur zu sagen, dass sie weiterhin im Gefängnis bleiben müssen, so der Staatsanwalt nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA. Rezaian und seine Frau Yeganeh Salehi, die für die arabische Zeitung "The National" arbeitet, wurden Ende Juli verhaftet.
Wegen angeblicher Spionage sitzen die beiden Iran-Amerikaner seitdem im berüchtigten Ewin Gefängnis in Teheran. Was genau sie ausspioniert haben sollen, wurde bis jetzt von der Staatsanwaltschaft nicht gesagt.
Das Verhältnis zwischen den USA und dem Iran ist seit dem Sturz des Schahs 1979 angespannt. Die Besetzung der US-Botschaft mit anschliessender Geiselnahme durch militante iranische Studenten führte 1980 zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen.
Diese wurden bis heute nicht wieder aufgenommen, allerdings verbesserte sich das beidseitige Verhältnis seit dem Amtsantritt des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani im vergangenen Jahr. (sda)


