06.11.2025

Radio SRF

Korrespondent wird Redenschreiber des VBS-Vorstehers

Patrik Wülser, der für Radio SRF aus Grossbritannien berichtet, wechselt zu Bundesrat Martin Pfister ins Verteidigungsdepartement. Der Radiojournalist hatte schon für Moritz Leuenberger Reden geschrieben.
Radio SRF: Korrespondent wird Redenschreiber des VBS-Vorstehers
Arbeitet seit 1994 für Schweizer Radio – mit einem Unterbruch von 2007 bis 2011, als er bereits einmal im Bundeshaus tätig war: Patrik Wülser. (Bild: zVg)

Er tut, was er schon einmal getan hat. Patrik Wülser wird ab kommendem Frühjahr für Bundesrat und VBS-Vorsteher Martin Pfister Reden schreiben. Das bestätigte der Grossbritannienkorrespondent von Schweizer Radio SRF auf Anfrage von persoenlich.com.

Bei seiner künftigen Arbeit im Verteidigungsdepartement wird der Radiojournalist von seiner früheren Tätigkeit im Bundeshaus profitieren. 2007 verliess Wülser bereits einmal Radio SRF. Während vier Jahren gehörte er als Referent und Redenschreiber zum persönlichen Stab der Uvek-Chefs Moritz Leuenberger und Doris Leuthard. Danach kehrte er zum Radio zurück.

«Ich folge einer Anfrage aus Bundesbern»

Seit 2011 hat er als Korrespondent für Afrika in Nairobi, als Leiter der Auslandredaktion im Radiostudio Bern und nun auf dem Aussenposten im Vereinigten Königreich gearbeitet. «Nach fast sechs Jahren in London wird es Zeit wieder aufzubrechen. Ich folge einer Anfrage aus Bundesbern», informierte Wülser jüngst seinen Kolleginnen und Kollegen über seinen bevorstehenden Abgang – der diesmal ein definitiver sein wird.

Der ausgebildete Biologe fand nach der Arbeit als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bern und als Lehrer im Alter von 30 Jahren in den Journalismus. Seine Laufbahn bei Radio DRS (heute SRF) begann er 1994 beim Regionaljournal Bern Freiburg Wallis. Weitere Stationen waren die Konsumsendung «Espresso», die Inland- und die Bundeshausredaktion, bevor er den ersten Abstecher in die Regierungskommunikation unternahm.


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KOMMENTARE

Peter Tschudi
11.11.2025 08:49 Uhr
1:0 für Oberli ! Patrik Wülser macht(e) keine profane Berichterstattung - Es ist Poesie. Leider verdeckt heutiges Social Media Geschwätz solche brillanten Stimmen, mehr und mehr. Danke Patrik Wülser! Und auf Wiederhören ..
Jürg Oberli
10.11.2025 19:39 Uhr
Heihei Herr Heierli! Da bin ich entgegengesetzter Meinung: wie kein andere/r AuslandkorrespondentIn schilderte Pascal Wülser bildhaft, lebendig und mit lakonischem/englischem Humor Sachinformationen über den Äther, eine echte Bereicherung zu allen anderen, sehr souveränen RadioBerichterstatter (ua. Bruno Kaufmann, Callum McKenzie, Susanne Brunner, Judith Huber & Fredy Gsteiger). Was sind wir doch verwöhnt mit engagierten KorrespondentInnen!
Andrian Heierli
09.11.2025 00:35 Uhr
Zum Glück geht Patrick Wülser. Als UK-Korrespondent war er definitiv keine Bereicherung.
Christoph Schütz
07.11.2025 08:38 Uhr
Dass Patrik Wülser den Journalismus verlässt, ist nicht nur ein sehr grosser Verlust für Radio SRF und dessen Hörerschaft, sondern für mich auch ein bisschen eine persönliche Enttäuschung, weil zwischen den Worten dieses hervorragenden Journalisten - ähnlich wie bei Iren Meier oder Susanne Brunner - immer auch eine dezidiert menschliche Haltung zu den behandelten Themen zu vernehmen war, eine Qualität, die Patrik Wülser in seiner neuen Funktion beim VBS wird unterdrücken und sich vermutlich "im höheren Interesse des Landes" verbiegen müssen. Das sind keine Vorschusslorbeeren - und ich hoffe also, dass ich eines Besseren belehrt werde und in den künftigen Reden des Verteidigungsministers der alte Patrik Wülser doch gelegentlich noch durchschimmern wird.
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